Archiv 2010

„Kostenbewusstsein hat zwei Seiten“

Die Experten gaben viele Informationen zum Thema Kosten des Gesundheitswesens: Clemens Lammerskitten, Roland Riese, Klaus Rosenzweig, Jan Waldhecker, Kurosh Assassi und Thorsten Schlie.


Foto: G. Gosewisch Krähenwinkel (gg).

Das große Thema Gesundheitspolitik stand im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion, zu der der CDU-Ortsverband Krähenwinkel interessierte Bürgerinnen und Bürger ins Dorfgemeinschaftshaus geladen hatte. „Wir wollten ein Diskussionsthema anbieten,  das im Alltag präsent ist. Über Arztbesuche, den Bedarf von Medikamenten oder die Belange zur Krankenversicherung hat jeder mit dem Gesundheitssystem zu tun. Es gibt viele offene Fragen, die sich um die Kostensituation drehen“, erklärte dazu die
Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Krähenwinkel, Karin-Petra Behrens. „Wir möchten verstehen, warum und wie Kostenstrukturen im Gesundheitswesen entstehen und beeinflusst werden können, denn wir alle zahlen in diesen Bereich ein.“
Antworten lieferten die geladenen Experten, die Landtagsabgeordneten Roland Riese von der FDP-Fraktion und Clemens Lammerskitten von der CDU. Beide sind im Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit tätig, wobei Roland Riese dabei Vorsitzender ist. Prägnant und informativ erklärte er ohne Umschweife,
dass das Kostenbewusstsein im Bereich Gesundheit zwei Seiten habe. Vordergründig gebe es die Belastung des Einzelnen durch Kosten, die er in das System über Versicherungsbeiträge und Gebühren einzahlt. Oft verdeckt bleibe das Bewusstsein, wieviel Leistung der Einzelne dafür bekommt und wie viele Kosten sich
dahinter verbergen. Mit dem Fortschreiten der Forschung und Entwicklung gehe eine qualitativ höhere gesundheitliche Versorgung einher, die das System biete. „Wir alle begrüßen die steigende Lebensqualität, die daraus resultiert“, mahnte er. „Es ist klar, dass höhere Qualität höhere Kosten verursacht. Zusätzlich gibt es eine natürliche steigende Einkommensentwicklung in den Heilberufen. Volkswirtschaftlich müssen wir uns fragen: Wieviel sind wir bereit, in das Gesundheitswesen hineinzustecken.“
Clemens Lammerskitten ergänzte, dass er politisch mit Roland Riese in einem Boot sitze: „Es geht darum, dass Beiträge für das Gesundheitssystem sozial gerecht eingezogen werden. Kosten müssen im Rahmen gehalten werden.“ Er informierte darüber, dass es bis Ende 2010 eine Neuaufstellung der Gewichtung der Teilbereiche des Gesundheitssystems geben werde, die derzeit in den politischen
Gremien erarbeitet werde: „Die Honorare der Ärzteschaft, die Kosten für Arzneimittel, Bereiche der Zahnmedizin, die Krankenhausversorgung, die sonstigen Heilmittel und weitere sind bisher jeweils als eigenständiger Block „reformiert“ worden. Wir wollen
eine effektive wirtschaftliche Verknüpfung aller Blöcke erreichen. Wir wollen das System auf der Basis des fairen Wettbewerbs optimieren, da gibt es auf der Kostenseite Einsparpotential.“
Moderator Klaus Rosenzweig gelang es aufbauend, die übrigen Podiumsteilnehmer in die Diskussion einzubinden. Torsten Schlie als Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherung, der Apotheker Jan Waldhecker und der Allgemein- und Sportmediziner Kurosh Assassi klärten zu den Problemen des Berufsalltags im Gesundheitssystem auf. Sie spürten täglich den Unmut und die Verunsicherung der Bürger zu Stichworten wie Kopfpauschale, Gesundheitsfonds, Rabattsystem oder Praxisgebühr; dazu lieferten die Experten umfangreiche Informationen zum Hintergrund und zu den Auswirkungen dieser politischen Steuerungsmechanismen.  Erfrischend offen antworteten sie auch auf Fragen aus dem Publikum.

aus: Langenhagener Echo vom 17.04.2010

GEO präsentiert sich – in Niedersachsen hervorragend aufgestellt

Am Rande des Landtagsplenums hat sich das Tourismusnetzwerk der Regionen Grafschaft Bentheim, Emsland und Landkreis Osnabrück den Abgeordneten von CDU und FDP aus diesen Gebieten sowie Wirtschaftsminister Jörg Bode vorgestellt.

Mit über 30 Millionen Tagesreisen und mehr als 4 Millionen Übernachtungen steht die Tourismusregion nicht weit hinter den anderen niedersächsischen Tourismusgebieten wie unter anderem dem Harz zurück. Zudem leben durch die geographische Nähe zum Ruhrgebiet rund 19 Millionen Menschen in einem Einzugsgebiet von 120 Minuten Fahrzeit – eine Zahl, die andere Gebiete nicht einmal ansatzweise erreichen. Gerade dieses gewaltige Einzugsgebiet mit einem großen Potenzial nicht nur für Tagesreisen in das GEO-Gebiet sieht der Verband als Chance, die Bilanz zukünftig noch weiter zu verbessern.

Mit diesem Zahlenwerk stellten sich das Netzwerk vor und warb um Unterstützung bei den Politikern.

Positiv nach oben zeigen sowohl die Statistiken und Vertreter von GEO als auch die Blicke Abgeordneten aus dem GEO-Gebiet

Positiv nach oben zeigen sowohl die Statistiken und Vertreter von GEO als auch die Blicke Abgeordneten aus dem GEO-Gebiet

Land und Kreis als Vorbilder

Berichte aus Berlin und Hannover, leckeres Essen, Ehrungen und Geselligkeit: Das 17. Spanferkelessen des CDU-Stadtverbandes im Saal Rothert bot die bewährte Mischung.

Für Berlin wünschte sich der Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck „ein bisschen mehr Harmonie“. Allerdings sei die tatsächlich geleistete Arbeit nicht so schlecht, wie sie dargestellt werde. Dennoch wäre es für ihn schön, wenn in der Bundeshauptstadt ähnliche Zustände wie im Landkreis Osnabrück herrschen würden. Der sei nicht nur, aber auch mit einer Jugendarbeitslosigkeitsquote von 0,5 Prozent „Weltklasse“.

„Schaut nach Niedersachsen“, empfahl der Landtagsabgeordnete Heinz Rolfes den Berlinern. Dort leiste die schwarz-gelbe Koalition gute Arbeit. Oberstes Ziel bleibe es, die Verschuldung in den Grifft zu bekommen, sagte der Finanzexperte und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion. Wäre nicht die Wirtschaftskrise dazwischengekommen, hätte Niedersachsen in diesem Jahr erstmals Schulden zurückgezahlt. Der Rückschlag sei „frustrierend für Haushälter“, erfordere aber „neue Ideen und neue Wege“ zu diesem Ziel. Mit nüchternem Blick skizzierte Rolfes die durch den demografischen Wandel bedingten Notwendigkeiten wie die Diskussion über die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen zur Sicherung wohnortnaher Beschulung und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Schließlich konnte der Stadtverbandsvorsitzende Gert Borcherding langjährige Mitglieder ehren: 50 Jahre in der CDU ist Hans Baum, 40 Jahre sind Rudolf Nollmann und Reiner Börgen in der Partei. Für 35 Jahre wurden Hermann Schnuck, Hermann Droste und Jürgen Kiesekamp geehrt. 30 Jahre in der CDU sind Käthe Beerbom, Manfred Grundt, Gräfin Marie-Elisabeth von Brühl und Bert Märkl, 25 Jahre ist Heinrich Hölscher Mitglied der CDU.

(Bramscher Nachrichten vom 16.02.2010)

Geehrte und Gäste (v. l.) Clemens Lammerskitten, Gert Borcherding, Hermann Droste, Hans Baum, Bert Märkl, Heinrich Hölscher, Jürgen Kiesekamp, Rudolf Nollmann, Käthe Beerbom und Heinz Rolfes. Foto: Heiner Beinke

Geehrte und Gäste (v. l.) Clemens Lammerskitten, Gert Borcherding, Hermann Droste, Hans Baum, Bert Märkl, Heinrich Hölscher, Jürgen Kiesekamp, Rudolf Nollmann, Käthe Beerbom und Heinz Rolfes. Foto: Heiner Beinke